Tag 25 bis 30 – 15. Mai bis 20. Mai
Das letzte Teilstück auf dem langen Weg von Gelsenkirchen nach St. Petersburg führte Martin entlang des Finnischen Meerbusens ziemlich genau in Richtung Osten. Und dabei könnte das Wetter kaum schöner sein. Die Landschaft zog den Radler besonders in ihren Bann. Lange Sandstrände wechseln sich mit schroffen Steilküsten ab und bieten eine großartige Kulisse.
Bei Narva erreichte Martin dann die Grenze und betrat zum zweiten Mal auf seiner Reiserussisches Staatsgebiet. Die Fahrt über Kingisepp und Puskin in die Heimatstadt des Sponsors Gazprom war angenehm unspektakulär. St. Petersburg selbst ist riesig, mit freundlicher Hilfe eines LKW-Fahrers und anderen Einheimischen (sowie vielen Kilometern Umweg) fand Martin sein Hotel. Sein Schalketrikot mit dem Gazprom-Schriftzug löste vielerorts große Freude aus. Immer wieder hupten und winkten die Menschen, viele wollten ihm die Handschütteln und sich mit Martin fotografieren lassen.
Am nächsten Tag war das große Spiel des FK Zenit gegen Rubin Kazan. In der Halbzeitpause sollte Martin den Fans im Stadion vorgestellt werden. Da die St. Petersburger Mannschaft zur Pause jedoch zurücklag und die Zuschauer ihrer Mannschaft deutlich zeigten, was sie davon hielten, war es dem tapferen 04-Fan etwas mulmig mit seinem Rad auf das Spielfeld zu fahren. Aber alle Sorgen waren überflüssig: Seine Runde um den Rasen geriet zu einer Triumphfahrt. Die knapp 22.000 Zuschauer klatschen laut und da wo Martin gerade an den Tribünen entlang fuhr brandete ohrenbetäubender Jubel auf. Viele russische Fußballfans hatten die Reise des Gelsenkircheners verfolgt und waren über seine Route informiert. Die Zenit-Anhänger fühlen sich mit den Schalkern eng verbunden und waren stolz darauf, dass sich Martin auf den Weg zu ihnen gemacht hat. Martin genoss die zwei Ehrenrunden sehr. Dieses Erlebnis entschädigte ihn reichlich für alle Mühen und Strapazen einer solchen Tour. Und Zenit gewann die Partie, auch dank des euphorischen Publikums, am Ende mit 2:1.
Nach dem großen Tag im Stadion und Martins tollen Auftritt vor den Zenit-Fans, gönnt er sich nun ein paar Tage Ruhe und Entspannung in der beeindruckenden Ostseemetropole. Denn mit den Interviews und Fototerminen im und um das Petrowski-Stadion geht eine aufregende Reise für ihn zu Ende. So viel Medienwirbel hatte sich der Gelsenkirchener nicht träumen lassen, als er sich zu der langen Tour entschloss. Martin hat viele neue Erfahrungen gemacht und spannende Einblicke hinter die Kulissen des Sponsorships von Gazprom bei Schalke 04 und Zenit St. Petersburg werfen können. Das ganze hat ihm eine Menge Spaß gemacht.
Doch den Rückweg nach Deutschland tritt er noch nicht an. Denn eigentlich hat der konditionsstarke Lehrer noch lange nicht genug. Er möchte nun weiter, bis zum Nordkap. Und das natürlich auf seinem Fahrrad. Wir bedanken uns bei allen treuen Lesern des Online Tagebuchs www.gazprom-schalke.com. Viele tausend User haben sich pro Woche die Erlebnisse des Radlers angeschaut. Das Blog über Martin Miebachs tolle Fantour geht hiermit zuende. Seine Fahrt geht weiter. Viel Glück und Spaß Martin, alles gute für Deine weitere Reise in den hohen Norden und komme gesund wieder zurück.











